Jacques Rancière

Der Hass der Demokratie

Aus dem Französischen von Maria Muhle

Als „Hass der Demokratie“ bezeichnet Jacques Rancière den Zusammenhang zweier beunruhigender Tendenzen unserer politischen Gegenwart: Während noch vor kurzem ein gemäßigtes Lob der „demokratischen Tugenden“ die offiziellen Diskurse bestimmte, scheint nun der wachsende Zweifel an Individualismus und Egalitarismus an seine Stelle zu treten. Dieser „Hass auf die Demokratie“ wird begleitet von einem anderen Hass, der von der Demokratie selbst ausgeht – dem „Hass der Demokratie“, der in den bewaffneten Versuchen, Demokratie in andere Länder zu exportieren, wohl seinen prägnantesten Ausdruck findet. Rancière erkennt in beiden Tendenzen aktuelle Formen der Entpolitisierung, die die subversive Kraft der demokratischen Idee – den „Anteil der Anteillosen“ – aushöhlen.

Rezensionen:

» Florian Schmid im Freitag vom 11.07.2011

» Sonja Asal in Le Monde diplomatique Nr. 7969 vom 12.5.2006

» Jan Rolletschek in Neues Deutschland vom 25.09.2012

» Simon Herzhoff im socialnet vom 01.04.2011

» Anonym unter Links-Jugend Bielefeld vom 25.08.2012

Jacques Rancière ist emeritierter Professor für Philosophie in Paris. Zuletzt sind von ihm auf Deutsch erschienen: Der emanzipierte Zuschauer (2010), Spielräume des Kinos (2012) sowie Aisthesis. Vierzehn Szenen (2013).

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

7

Von der siegreichen zur kriminellen Demokratie

13

Die Politik oder der verlorene Hirte

53

Demokratie, Republik, Repräsentation

77

Die Gründe für einen Hass

107