Gilles Deleuze und Claire Parnet

Dialoge

Überarbeitete und erweiterte Übersetzung von Bernd Schwibs, herausgegeben von Daniela Voss

Enthält außerdem Gilles Deleuze, Das Aktuelle und das Virtuelle

Die Dialoge zwischen der Journalistin Claire Parnet und Gilles Deleuze gewähren einen besonderen Zugang zu Deleuzes Denken. Sie laden dazu ein, Deleuzes Denk- und Arbeitsprozess selbst als Prozess des Werdens von Vielheiten zu erfahren. Die lose Form des Gesprächs, in welchem sich die Positionen der beiden Gesprächspartner mal mehr, mal weniger deutlich voneinander unterscheiden lassen, gibt tiefgehende Einblicke in die philosophische Herkunft Deleuzes (die Rolle Spinozas und des Empirismus), die zentralen Themen und Begriffe seiner Philosophie sowie in seine Zusammenarbeit mit Félix Guattari. In drei großen Themenblöcken zur Literatur, Psychoanalyse und zur politischen Theorie entwickeln Deleuze und Parnet die Form und Einsätze eines Denkens, das den Machtapparaten und Strömen des Kapitalismus zu entkommen versucht. Dabei gelingt ein tiefer Einblick in die Begriffe – Rhizom, Werden, schwarzes Loch, Deterritorialisierung, Mikropolitik –, die mittlerweile paradigmatisch für Deleuze und Guattaris Philosophie stehen, und dies auch gerade weil der Text, der hier in einer überarbeiteten Übersetzung vorliegt, selbst Ausdruck eines rhizomatischen und häretischen Denkaktes ist.

Gilles Deleuze (1925–1995) war Professor für Philosophie an der Universität Paris 8 Vincennes–St. Denis. Zu seinen einflussreichsten Schriften zählen Differenz und Wiederholung und gemeinsam mit Félix Guattari, Anti-Ödipus, Tausend Plateaus und Was ist Philosophie?.

Claire Parnet ist eine französische Journalistin und Redakteurin. Sie hat Texte und Interviews mit Gilles Deleuze verfasst, unter anderem das achtstündige Fernsehinterview „L’Abécédaire de Gilles Deleuze“ (1996).