Jonathan Culler und Jacques Neefs

Why Flaubert? & Love, Gods, Wars

Flaubert Lectures II

Der zweite Band der Flaubert Lectures umfasst zwei Texte namhafter Flaubert-Spezialisten: Der amerikanische Literaturwissenschaftler Jonathan Culler fragt „Warum Flaubert?“, weil der Autor von Madame Bovary – „the novelist’s novelist“ (Henry James) – zu einem unumgänglichen Bezugspunkt nachfolgender Generationen von Schriftstellern und Literaturwissenschaftlern geworden ist. Flauberts Texte zwingen uns, darüber nachzudenken, was ein Roman ist. Was stellen Geschichten, Figuren, Beschreibungen eigentlich dar? Und wer ist verantwortlich für das, was schließlich auf dem Papier steht? Der französische Literaturwissenschaftler Jacques Neefs untersucht die anhaltende Irritation, die Flauberts Salammbô mit seiner kalten epischen Darstellung des Söldneraufstands im antiken Karthago noch auf heutige Leser ausübt. Die archaische, abartig grausame Geschichte der Priesterin Salammbô und des Rebellenanführers Mathô begründet eine neue Prosa der Moderne: eine Form spektakulärer, grausamer und abschreckender Schönheit, die als Paradigma für die gesamte moderne Kunst betrachtet werden kann.

Jonathan Culler ist Professor für Anglistik und Vergleichende Literaturwissenschaften an der Cornell University in Ithaca (NY). Zu seinen wichtigsten Werken zählen: Structuralist Poetics. Structuralism, Linguistics, and the Study of Literature (1975), Flaubert: The Uses of Uncertainty (1985), Dekonstruktion: Derrida und die poststrukturalistische Literaturtheorie (1999) und Literaturtheorie. Eine kurze Einführung (2002).

Jacques Neefs ist Professor für französische Literatur an der Johns Hopkins University, Baltimore. Seine Forschungsinteressen umfassen französische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, Theorie der Moderne und genetic criticism. Als Herausgeber und Autor publizierte er zahlreiche Bücher und Artikel zu Stendhal, Balzac, Flaubert, Claude Simon, Raymond Queneau und Georges Perec.

Inhaltsverzeichnis

Why Flaubert?

Jonathan Culler

7

Salammbô. Love, Gods, Wars. A Modern Epic Prose

Jacques Neefs

31