David Joselit

Nach Kunst

Aus dem Englischen von Bernhard Geyer

Kunst, wie wir sie kennen, verändert sich dramatisch, aber das allgemeine und kritische Urteil bleibt hinter den Veränderungen zurück. In diesem einschneidenden Essay beschreibt David Joselit, wie sich Kunst und Architektur im Zeitalter von Globalisierung und Digitalisierung wandeln. Unter der zunehmenden Vorherrschaft digitaler Technologien, welche die Remedialisierung und Zirkulation von Bildern vorantreiben, und der Beschleunigung der Kommunikation und des kulturellen Austauschs, betonen Künstler und Architekten verstärkt die Bedeutung von Netzwerken. Sie nutzen diese, um visuelle Daten zu sammeln und neue Formate zu generieren. Kunstwerke entstehen aus Bild-Populationen, Bauwerke aus den situativen Dynamiken des Ortes und den Bewegungsmustern künftiger Nutzer.

Anhand zahlreicher Beispiele zeitgenössischer Kunst und Architektur – Werken von Matthew Barney, Ai Weiwei, Sherrie Levine, von Architekturbüros wie OMA, Reiser + Umemoto und Foreign Office – skizziert Joselit eine programmatische Theorie von Kunst und Architektur im Zeitalter globaler Netzwerke.

Rezensionen:

Thorsten Jantschek für Deutschlandradio Kultur, 12.7.2016

David Joselit ist Professor für Kunstgeschichte an der City University of New York (CUNY).

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

13

Bildexplosion

19

Populationen

41

Formate

73

Macht

103