Alain Brossat

Plebs Invicta

Aus dem Französischen von Maria Muhle

Das Volk hat sich in der Moderne als ein politischer Begriff etabliert, der scheinbar umstandslos auch die Plebs, die namenlosen Ausgeschlossenen der Gesellschaft, mit umfasst. Doch genau diese scheinbare Inklusion hat, wie Alain Brossat zeigt, den Gegensatz zwischen Volk und Plebs noch radikalisiert. Während das Volk als eine politische und historische Größe in Erscheinung tritt, entbehrt die Plebs buchstäblich jeder eigenen Substanz: „‚Die‘ Plebs“, so Michel Foucault in einem Interview von 1977, „existiert zweifellos nicht, aber es gibt ‚etwas‘ Plebejisches.“ Ausgehend von dieser Feststellung zeichnet Brossat die Figur der Plebs aus philosophischer, literarischer und filmischer Perspektive nach und untersucht sie als eine politische Figur, die sich den tradierten Beschreibungen des Volkes oder der revolutionären Massen entzieht und sich an den Rändern der Politik etabliert.

Rezension:

» „Rachsüchtig und apokalyptisch“ – Florian Schmid im Freitag, 13.4.2012

» „Demokratietheorie für Brandstifter I“ - Till Hahn auf seinem Blog Die Wunde

Alain Brossat ist Professor für Philosophie in Paris. Zuletzt sind von ihm erschienen: Autochtone imaginaire, étranger imaginé (2013) sowie Le plébéien enragé: Une contre-histoire de la modernité de Rousseau à Losey (2013).

Inhaltsverzeichnis

Pierre Rivière, die Plebs. Zur Einleitung

7

Plebs, Politik und Ereignis

39

Die Plebs kehrt zurück

73

Das Unaussprechliche

101

Textnachweis

141