Slavoj Žižek

The Wagnerian Sublime

Four Lacanian Readings of Classic Operas

Lacanian Explorations II

Im zweiten Band der Reihe Lacanian Explorations untersucht Slavoj Žižek, wie bestimmte Leitmotive die Dramatik von Wagners Opern strukturieren, indem sie ein exzessives Begehren in Reinform in Szene setzen: die Schmerzen unerträglicher Sehnsucht (Parsifal), ein Streben nach dem Absoluten (Der fliegende Holländer), ein tödliches Übermaß an Liebe (Tristan und Isolde). Welcher Gegenkräfte bedarf es, um die Erfüllung des sich selbst konsumierenden Begehrens zu begrenzen? Welche Funktion haben die immer wiederkehrenden Motive des Versagens und des Aufschubs der Einheit mit der Geliebten? Die Unmöglichkeit der Geschlechterbeziehung und der unendliche Aufschiebungsprozess eines nicht zu befriedigenden Begehrens beschreiben entscheidende Momente der Wagnerschen Dramatik, die Žižek auch in Opern von Leoš Janáček, Piotr Tschaikowski und Arnold Schönberg verfolgt.

Slavoj Žižek, 1949 in Ljubljana geboren, ist Philosoph, Kulturkritiker und nichtpraktizierender Psychoanalytiker. Er ist unter anderem Professor für Philosophie an der Universität in Ljubljana und Direktor des Birkbeck Institute for the Humanities an der University of London. Gemeinsam mit Dominik Finkelde gibt Žižek die Reihe „Lacanian Explorations“ im August Verlag heraus. Zuletzt sind von ihm auf Deutsch erschienen: Was will Europa? (mit Srećko Horvat, 2013); Das Jahr der gefährlichen Träume (2013); Weniger als nichts. Hegel und der Schatten des dialektischen Materialismus (2014).

Inhaltsverzeichnis

I The ‘Lehrstück’ Parsifal

7

II The Portrait of a Russian Gay Gentleman

65

III The Young Woman and a River

87

IV Staging Feminine Hysteria

107