Dennis Göttel, Friederike Horstmann, Jan Philip Müller, Volker Pantenburg, Linda Waack, Regina Wuzella and Marius Böttcher (ed.)

Wörterbuch kinematografischer Objekte

Mit Beiträgen von Michael Baute, Lorenz Engell, Daniel Eschkötter, Gabu Heindl, Ute Holl, Rembert Hüser, Dietmar Kammerer, Julia Köhne, Sabine Nessel, Drehli Robnik, Christiane Voss u.a.

Wie ändert sich Filmgeschichte, wenn sie vom Objekt aus gedacht wird? Das Wörterbuch der kinematografischen Objekte unternimmt 100 Versuche zur Klärung einer verwickelten Relation. Die im Zentrum stehende Frage nach den kinematografischen Objekten vermag nicht nur ein genuines Wissen über die Dinge, sondern auch über den Film selbst herauszustellen. Was erzählen Objekte über das Verhältnis des Kinematografischen zur Dingwelt? Inwiefern arrangieren sich „photogene“ Gegenstände in besonderer Weise mit dem Film? Ausgehend von konkreten Einzeldingen (A-Z) und ihrem Verhältnis zueinander werden kinematografische Objekte dabei als diejenigen Dinge aufgefasst, die den Übergang zwischen vorfilmischem Raum, Filmbild und apparativem Feld strukturieren. Entscheidenden Anteil daran haben technische Operationen, die einzelne Dinge im Close-Up herausheben und in der Montage aufeinander beziehen, um so neue Objekt-Verhältnisse in und zwischen fiktionalen und nicht-fiktionalen Weltgefügen herzustellen: Kein Ding ohne Operation.

Marius Böttcher, Dennis Göttel, Friederike Horstmann, Jan Philip Müller, Linda Waack und Regina Wuzella waren zwischen 2010 und 2013 Mitglieder des Junior Fellow Programms am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) Weimar. Unter der Leitung von Volker Pantenburg forschten sie dort zur „Theorie und Geschichte kinematografischer Objekte“.

Volker Pantenburg ist Juniorprofessor für Bildtheorie mit dem Schwerpunkt Bewegtbildforschung an der Bauhaus-Universität Weimar. Buchpublikationen unter anderen: Film als Theorie. Bildforschung bei Harun Farocki und Jean-Luc Godard (2006), Ränder des Kinos. Godard – Wiseman – Benning – Costa (2010) und Screen Dynamics. Mapping the Borders of Cinema (hg. zus. mit Gertrud Koch und Simon Rothöhler, 2012). Von 2010 bis 2013 leitete er das Junior Fellow Programm „Theorie und Geschichte kinematografischer Objekte“ am IKKM Weimar.