Thomas Schestag

Realabsenz, Schatten

Flauberts Erziehung. Zur Éducation sentimentale

Flaubert Lectures III

Die Éducation sentimentale ist Flauberts Roman gegen die Sprache als Mittel und Inbegriff der Erziehung, die immer durch Sprache zur Sprache, zur Sprachbeherrschung, zu erziehen sucht. Sprache, in ihrer zweischneidigen, zwiespältigen Ausrichtung, als Milieu grammato-logischen Gebarens – im Zeichen der ratio – wie als Milieu rhetorischen Gebarens – im Zeichen der oratio –, übt Verrat an beiden: am Fühlen wie am Denken. Wie aber fühlt, wie bedenkt Flauberts Roman diesen Verrat? Und in welcher Sprache?

Thomas Schestag ist Associate Professor of German Studies an der Brown University in Providence, Rhode Island. Zuletzt sind von ihm erschienen: Die unbewältigte Sprache. Hannah Arendts Theorie der Dichtung (2006) sowie Lesen Sprechen Schreiben (Kritzeln) (2014).

Inhaltsverzeichnis

7

Zwei Briefe

21

Flauberts Erziehung

63

Signatur

65

Anhang: sensus tacitus