Olivia Sudjic

Exponiert

Aus dem Englischen von David Weber

Nach dem Erscheinen ihres Debütromans Sympathie, der Überwachung und Identität im Internetzeitalter erkundet, fand Olivia Sudjic sich unter dem Mikroskop wieder. In einer Spirale aus Selbstzweifeln gefangen, entfremdete sie sich von sich selbst und ihrer Arbeit. Doch die eigene psychische Gesundheit verantwortlich zu machen, verdeckt ein grundsätzliches Problem: die Tendenz, das Schreiben von Frauen, ob nun Fiktion oder persönliches Zeugnis, aufgrund ihres Geschlechts zu entwerten. Im Rückgriff auf Sudjics eigene Erfahrungen und in Bezug auf die Arbeiten von Maggie Nelson, Chris Kraus, Rachel Cusk, Jenny Offill, Clarice Lispector, Elena Ferrante und anderen untersucht Exponiert die zerstörerischen Annahmen, denen weibliche Künstlerinnen – und jede Frau, die riskiert, sich dem öffentlichen Blick auszusetzen – ausgesetzt sind, erprobt aber auch Strategien, die es erlauben, ihnen zu entkommen.

Olivia Sudjic lebt und arbeitet in London. Ihre Texte sind in der New York
Times
, Financial Times, dem Guardian und anderen Zeitungen erschienen. Ihr Debütroman Sympathie (2017) wurde in fünf Sprachen übersetzt. Demnächst erscheint ihr zweiter Roman Asylum Road.