Martina Dobbe and Francesca Raimondi (ed.)

Serialität und Wiederholung

Revisited

With contributions by Friedrich Balke, Maren Butte, Alexandra Heimes, Sabine Huschka, John Morgan, Olaf Nicolai, Beatrice von Bismarck and Dorothea von Hantelmann

Der Sammelband geht der Vermutung nach, dass Verfahren der Serialität und der Wiederholung im Kontext der zeitgenössischen Kunst und vor dem Hintergrund von sozialen Entwicklungen wie Digitalisierung, Neoliberalismus, Globalisierung neu eingesetzt und verhandelt werden. Die neuen Formen von Serialität und Wiederholung lassen veränderte, hochgradig komplexe zeitliche Strukturen entstehen; in ihnen realisieren sich bislang unbekannte Objekt- und Akteurverständnisse; modernistische Produktions- und Ausstellungsverfahren werden durch sie herausgefordert. Waren Serialität und Wiederholung schon in Minimalismus und Pop Art prägend für ein neues Kunstverständnis, so gibt ihre transformierte Fortwirkung innerhalb der zeitgenössischen Kunst nicht minder Anlass, den Status und die Beschreibung künstlerischer Praktiken zu überdenken.

Martina Dobbe ist Professorin fur Kunstgeschichte an der Kunstakademie Düsseldorf. Zuletzt von ihr erschienen: „Torsionen des Blicks. Zum Verhältnis von Auge und Optik im Dispositiv“ (2019).

Francesca Raimondi ist Juniorprofessorin für Philosophie an der Kunstakademie Düsseldorf. Zuletzt sind von ihr erschienen: Die Zeit der Demokratie: Politische Freiheit nach Carl Schmitt und Hannah Arendt (2014) sowie Die Revolution der Menschenrechte. Grundlegende Texte zu einem neuen Begriff des Politischen (Hg. mit Christoph Menke, 2011).